Freitag, 26. August 2016

Wenn gute Freunde heiraten...

 
Am Morgen des 24.12.2014 erhielt ich von meiner lieben Freundin Süsse Zaubereien eine Facebook Nachricht: Marlene weisst du was jetzt gerade passiert ist? Ich so: Dein Freund hat dich gefragt, ob du ihn heiratest? Moni: Jaaaaaaaaaa, warum weisst du das? Gewusst hatte ich es natürlich nicht, aber wenn sie mir so hibbelig eine Frage stellte konnte doch nur das sein oder? Also tanzte ich mit ihr virtuell im Kreiss. Das diese Hochzeit mich noch bis in die Träume verfolgte und was für eine Ausmass es mit sich zog, war mir damals noch nicht bewusst. Hach ich freute mich einfach nur für die Zwei. Es waren nicht mal 24 Stunden vergangen und ich sagte ihr ich werde ihre Hochzeitstorte machen, egal was sie sich wünscht ich mache es. Oh je, wieso hab ich das bloss gesagt, denn wir fanden auf Pinterest so viele unglaublich viele, atemberaubende Torten und Candy Tables. Uff.  Mir lief nur schon der Angstschweiss den Rücken runter beim betrachten der Bilder. Nach unzähligen Pins hin und her zu senden wurde 2 Monaten vor der Hochzeit eine engere Auswahl erstellt. 6 Wochen vor der Hochzeit wurde DIE TORTE erkoren, aber es gefiel uns nicht jedes Detail sondern der Style der Torte. So überlegte ich was ich machen könnte, dass sie uns beiden Gefällt. Moni liess mir freie Hand, denn sie wusste, dass ich wusste was ihr gefällt und was nicht.
 

 
Die Blumen stellte ich bei mir zu Hause her und die brachten mich zum verzweifeln. Nicht die Herstellung war das Problem, sondern der Transport zu ihr. Ich musste sie ja noch Heile bis zum Niederrhein transportieren, als Handgepäck per Flugzeug. In der Nacht vor dem Flug, hatte ich dann ein Alptraum und wachte schweissgebadet auf. Ich träumte, dass mir die lieben Leute von der Zollkontrolle die Blumen abnehmen, da sie mit Blumendraht hergestellt werden und genau dieser feinen Draht als Waffe gilt. Meine Nacht war vorbei. Mit einem mulmigen Gefühl im Magen machte ich mich also mit dem Zug auf zum Flughafen Zürich. Je näher ich der Zollkontrolle kam, desto aufgeregter und nervöser wurde ich.
 
 
Ich überlegte mir bereits was ich sagen würde, wenn dich mich herausnehmen würden und wie ich meine in stunden handgefertigten Rosen verteidigen könnte. Ich hab extra Heute morgen meine Turnschuhe angezogen, so dass ich die Tasche nehmen könnte und ganz schnell weg rennen. Ja, dass war mein Plan. Ich und schnell rennen, dass ich nicht selber Laut los lachen musste war alles.  Ich hätte, wahrscheinlich eher ein Heulkrampf bekommen, bis die Beamten Mitleid mit mir gehabt hätten und sie so die Blumen wieder gegeben hätten, nur das sie mich los gehabt hätten und das wimmern endlich ein Ende gehabt hat. Nun hiess es alles auf das Band legen und hoffen. Durch den Micky Mouse (so wird der Ganzkörperscanner von meinem Mann und mir genannt) und dann hiess es warten. Ich glaube, dass waren die längsten Minuten von meinem Leben. Die Handtasche war durch, nun waren die Blumen dran. Oh nein, sie schaut das Bild kritisch an. Nein nein nein. Bitte nicht. Uff Schwein gehabt. Sie wurden nicht herausgezogen. Schnell habe ich meine 7 Sachen gepackt und flitze ganz schnell weg, nicht das sie mich noch zurück pfiffen. Den Flug haben sie, anschliessend ohne Probleme überstanden. Ein riesen Stein viel runter vor Erleichterung.
 
 
 
Wenn du bei Moni angekommen bist und die Blumen noch ganz sind, dann hast du das Gröbste geschafft, dachte ich.  Aber dann machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung, hätte ich nie und nimmer gedacht. Kühle 15 Grad, Nieselregen und hohe Luftfeuchtigkeit. Na Super. Die Blumen wurden alle wieder Weich und verbogen sich. Zum Glück fanden wir ein kühles, trockenes Plätzchen und so war dieses Problem behoben. Während dessen backte ich die Böden ab für die 3 essbaren Etagen und überzog die zwei Dummies.
 
 
Hört sich einfach an oder? Aber auch hier war die Luftfeuchtigkeit der grosse Störfaktor. Zucker und Wasser sind einfach mal Erzfeinde. Der erste Dummy war eingedeckt, das Rautenmuster erstellt und die Perlen gesetzt. nun kam der Zweite dran. Uff. Ich zweifelte an mir selbst, als hätte ich noch nie Fondant in den Händen gehalten. Keine Bäckerstärke, keine Speisestärke noch Cellulose Gum hilf. So fuhren Moni und ich spontan nach Holland und holten uns Blütenpaste und dabei konnte ich mich wieder beruhigen und Selbstvertrauen fassen. Oh je, was war das für ein Tag. Da Plan A und B nicht funktionierte musste Plan C her. Schlussendlich gefiel uns Plan C besser als A und B. Also musste alles irgendwie so sein wie es war. Plan C war definitiv eine Fleissarbeit, ich stach 176 Rosenblätter aus, modelierte bei Jedem den Rand aus und lies es antrocknen bevor es auf den Dummy angeordnet wurde. Ab nun lief alles wie am Schnürchen und das Endergebnis kann sich sehen lassen. Ich war stolz wie Bolle, so was geschaffen zu haben in einer fremden Küche...
 
 
Etage 1 und 2 waren Dummies (Styropor). 3 Etage war ein Schokokuchen mit einer Himbeer Mascarpone Füllung. 4 Etage ein helles Biskuit mit Mango Sekt Quark Füllung und die 5 Etage auf Wunsch des Bräutigams ein Schoko Biskuit gefüllt Kirsch Quark und Schokosplitter. Auf den Candytable gab es noch weitere Leckereien. Panna Cotta mit Cassis/Holunder Sauce und ein leckeres Toblerone Mousse. Die violetten, weisse und braune Süssigkeiten hat Moni  besorgt und ich noch etwas aus den USA beigesteuert. So war nun der Tisch perfekt. Ein richtige Traum.
 
 
 
 
Die Gäste, waren hin und weg vom Design und vom Geschmack und ich wurde überhäuft mit Lob und lieben Worten. Es hat mir so unfassbar viel Spass gemacht. Wir hatten zusammen so eine schöne Zeit und ich/beziehungsweise wir war so herzlich auf genommen bei allen.
 
 
Liebe Moni lieber Herr F.
Ich wünsche Euch nochmals alles Liebe und Glück der Welt. Es ist schön das es Euch gibt. Knutscher....
 
 
Wer noch mehr über die Hochzeit erfahren möchte der Klickt sich am besten rüber zu Süsse Zaubereien, denn sie hat mehrere Post geplant.
Eure Marlene

 

 






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